Kleiner Sturz, große Folgen: das Risiko langer Liegezeiten

„Ich war gerade erst hier eingezogen, als ich schon in die Knie gegangen bin und mich nicht mehr aufrichten könnte“, sagt Dianne, die in einem Zentrum für betreutes Wohnen wohnt. Dianne ist keine Ausnahme, denn Stürze sind bei Senioren und Seniorinnen keine Seltenheit.

Wie Nobi Lösungen für die Long Lie-Problematik anbietet


Einigen Berichten zufolge stürzen die Bewohner und Bewohnerinnen von Pflegeeinrichtungen weltweit durchschnittlich 1 Mal pro Jahr. Doch in der Regel ist es nicht der Sturz selbst, der die größten Auswirkungen hat, sondern vielmehr das lange Warten auf Hilfe. Das sind die sogenannten „langen Liegezeiten“ oder „Long Lies“: Situationen, in denen ein älterer Mensch nach einem Sturz nicht in der Lage ist, aus eigener Kraft wieder aufzustehen und länger als eine Stunde liegen bleibt, bevor Hilfe eintrifft.


Lange Liegezeiten können besonders schwerwiegende Folgen haben, sowohl physisch als auch psychisch. Eine lange Liegezeit von mehr als 1 Stunde verdoppelt fast die Sterblichkeitsrate. Schnelle Hilfe nach einem Sturz ist daher in vielen Fällen eine Frage von Leben und Tod. Höchste Zeit also, dieses Phänomen gemeinsam mit Fachleuten und Experten aus der Praxis genauer unter die Lupe zu nehmen.


Antoinette Gorter

Eleni Galanomati

Antoinette Gorter und Eleni Galanomati koordinieren die Bezirkskrankenpflege in der niederländischen Region Groot-Brabant. Mit ihrer umfangreichen Erfahrung in der Altenpflege kennen sie die Auswirkungen langer Liegezeiten aus der täglichen Praxis sehr gut.

Antoinette betont, wie wichtig es ist, mehr über lange Liegezeiten zu erfahren: „Es gibt eindeutig zu wenig Forschung dazu. Nobi kann in dieser Hinsicht einen wichtigen Beitrag leisten. Uns als Krankenschwestern würden mehr Zahlen und Erkenntnisse zu diesem Thema sehr helfen.“


Greet Leysens

Greet Leysens arbeitete jahrelang am Kompetenzzentrum für Sturz- und Frakturprävention in Flandern. 

Sie ist Praxisdozentin am Pädagogischen Master der Gesundheitswissenschaften der KU Leuven und bildet als Dozentin Pflegekräfte an der Thomas More Hochschule aus. Sie sieht Nobi Smart Lamps als wichtige Quelle für zukünftige Daten zur Sturzprävention und langen Liegezeiten: „Studien zu diesem Thema sind spärlich und manchmal sogar ziemlich veraltet.“

Mehr Erkenntnisse zu langen Liegezeiten sammeln

Wie kommt es, dass so wenig über ein wichtiges Thema wie lange Liegezeiten bekannt ist? 


Greet: „Aus der Literatur geht hervor, dass es schwierig ist, das Wissen zu diesem Thema strukturiert zu erfassen. Senioren und Seniorinnen, die nach einer langen Liegezeit befragt werden, wissen zum Beispiel meist nicht genau, wie lange sie nach einem Sturz gelegen haben.“

Eleni„Nach einer langen Liegezeit fallen Senioren und Seniorinnen oft ins Delirium. Sie entwickeln dann Halluzinationen und geben unzusammenhängende Antworten auf die Fragen, die wir ihnen stellen.“



Mittlerweile ist klar: Bei Bewohnern von Pflegeheimen ist das Sturzrisiko größer.


Greet: „In Pflegeheimen gibt es bereits ein gewisses Maß an kontrollierten Bewohnern, von denen man weiß, dass sie ein erhöhtes Sturzrisiko haben. Zum Beispiel steigt das Sturzrisiko bei Senioren und Seniorinnen mit Demenz um bis zu 70 Prozent.“


Antoinette: „Manche Senioren und Seniorinnen leben noch lange Zeit zu Hause, was jedoch das Risiko einer langen Liegezeit nach einem Sturz deutlich erhöht. Ohne jegliche Aufsicht ist die Chance, nach einem Sturz schnell zu Hause Hilfe zu bekommen, viel geringer. In dieser Hinsicht können die Nobi Smart Lamps allen Beteiligten viel mehr Sicherheit geben und auch wirklich Leben retten.“


Greet: „Die Sturzprävention richtet sich häufig an Menschen über 65. Aber nicht jeder in dieser Gruppe hat ein erhöhtes Sturzrisiko. Daher ist ein Screening bei Senioren und Seniorinnen, die zu Hause leben, wichtig, um zwischen älteren Menschen mit einem geringen im Vergleich zu einem hohen Sturzrisiko zu unterscheiden. Auf diese Weise kann eine gezieltere Präventionsarbeit geleistet werden.“


Es gibt keine Studien, die zeigen, bei wem ein erhöhtes Risiko für eine lange Liegezeit besteht.


Greet: „Eine Reihe älterer Studien erwähnt einige Risikofaktoren, die die Unfähigkeit älterer Menschen, nach einem Sturz selbständig aufzustehen, vorhersagen. So steigt das Risiko ab einem Alter von 80 Jahren deutlich an. Auch eine eingeschränkte Mobilität und weniger Aktivität im Alltag erhöhen dieses Risiko. Darüber hinaus scheint eine bestimmte medizinische Vorgeschichte – vor allem wenn es um Arthrose oder Depressionen geht – ebenfalls ein entscheidender Faktor zu sein.“


Schwere physische und psychische Folgen


Ein Sturz dauert vielleicht nur eine Sekunde, aber seine Folgen wirken sehr lange nach, sowohl für die Senioren und Seniorinnen als auch für ihre Familien und Betreuer.


„Die vorliegenden Studien zeigen, dass die Folgen des langen Liegens nach einem Sturz sehr schwerwiegend sein können. Dazu gehören Verletzungen und Knochenbrüche, aber auch Flüssigkeitsmangel, Unterkühlung, Infektionen und Hautschäden. Darüber hinaus ist fast eine Verdoppelung der Sterblichkeit zu beobachten.“

Greet Leysens, Praxisdozentin am Master der Gesundheitswissenschaften der KU Leuven



Eleni: „Die sichtbaren Verletzungen werden sofort versorgt. Aber manche schweren Verletzungen werden erst viel später bemerkt. Eine Woche nach dem Sturz stellt sich zum Beispiel heraus, dass der Bewohner noch eine Fraktur hat, die nicht rechtzeitig behandelt wurde. Das kann schwerwiegende Folgen haben.“


Neben allen körperlichen Folgen hat ein Sturz oder eine long lie auch gravierende psychische Auswirkungen. Das Selbstwertgefühl sinkt erheblich.


Antoinette: „Für Senioren und Seniorinnen, die bereits einmal gestürzt sind, ist die Angst vor einem erneuten Sturz fest verankert. Sie werden mit ihrer Verletzlichkeit konfrontiert, was wiederum zu Ängsten, weniger Bewegungsfreiheit und einer Tendenz zum Rückzug führt.“


Greet: „Neben der eher gesunden Sturzangst, die zur Vorsicht mahnt, gibt es auch eine Variante, die die Lebensfreude erheblich beeinträchtigt. Jeder zweite ältere Mensch, der zu Hause lebt, hat Angst vor einem Sturz. Diese Zahlen steigen sogar auf 8 von 10, wenn die ältere Person bereits einen Sturz erlebt hat. Die Angst, nicht gefunden zu werden, ist besonders groß, was wiederum die Lebensqualität erheblich einschränkt.“


Nobi macht kurzen Prozess mit langen Wartezeiten

na de lange ligtijd na een val treden ernstige fysieke en geestelijke klachten op

besteht immer noch ein erhöhtes Risiko eines Krankenhausaufenthalts oder des Todes

der Stürze werden dank der intelligenten Lampen von Nobi festgestellt

nach dem Sturz können Pflegekräfte dank Nobi bereits Hilfe leisten

dank der intelligenten Lampen von Nobi


Superschnelle Hilfe, weniger menschliche und finanzielle Auswirkungen


Nobi befürwortet eine strukturelle Lösung des Problems der langen Liegezeiten.


Greet: „In Pflegeheimen sorgt Nobi dafür, dass Senioren und Seniorinnen viel schneller von ihren Pflegern geholfen wird. Rein rechnerisch: Dank Nobi werden die langen Liegezeiten auf Null reduziert.“


Viele Regierungen stehen vor der Herausforderung, den steigenden Kosten, die durch lange Liegezeiten verursacht werden, entgegenzuwirken.


Antoinette: „Die Regierung möchte, dass Senioren und Seniorinnen so lange wie möglich zu Hause bleiben, da es an Plätzen in Pflegeheimen mangelt. Um dies nachhaltig zu erreichen, muss man sich weiterhin auf die blitzschnelle Hilfe nach einem Sturz und natürlich auf die Vermeidung von Stürzen konzentrieren. Denn die Rehabilitation nach einer langen Liegezeit ist enorm kosten- und arbeitsintensiv.“


„Stürze zu verhindern – oder nach einem Sturz rechtzeitig einzugreifen – ist etwas, das der gesamten Gesellschaft zugute kommen wird“, fährt Antoinette fort, „und die Technologien, die dies ermöglichen, gibt es bereits heute: Man denke nur an die intelligenten Leuchten von Nobi. Diese sorgen dafür, dass jeder Sturz erkannt wird, so dass Pflegekräfte, aber auch Angehörige, Bekannte oder Nachbarn sofort zur Hilfe eilen können. Es ist an der Zeit, diesen Lösungen jede Chance zu geben.“  


Greet betont die Notwendigkeit der Sturzprävention und des Einsatzes hyperschneller Hilfe nach einem Sturz, um die Auswirkungen langer Liegezeiten auf Senioren und Seniorinnen und die Gesellschaft zu begrenzen: „Natürlich bleiben die physischen und psychischen Auswirkungen auf ältere Menschen vorrangig, aber auch die Kosten werden durch eine Verringerung der langen Liegezeiten erheblich gesenkt. Denn weniger lange Liegezeiten bedeuten auch weniger Investitionen in die Behandlung der schwereren Folgen.“


Das Ergebnis

  • Mehr Sorgenfreiheit für Bewohner*innen und Angehörige  

  • Weniger Angst vor Stürzen, was positive psychische Auswirkungen hat

  • Weniger hohe Kosten durch lange Liegezeiten – sowohl für die Bewohner und Bewohnerinnen als auch für die Pflegeheime und die gesamte Gesellschaft


Das Ziel: Lebensqualität


Eleni„Die von Nobi Smart Lamps angebotenen Lösungen, sowohl zu Hause als auch in Pflegeheimen, würden die Arbeit von uns Pflegekräften erheblich erleichtern. Wir sind auf jeden Fall völlig offen dafür.“


„Letztendlich geht es um Lebensqualität“, schließt Greet, „wir alle wollen, dass unsere Senioren und Seniorinnen in Würde und positiv leben können. Die Vermeidung und rechtzeitige Intervention bei langen Liegezeiten ist dafür unerlässlich.“


Die Geschichte der Bewohnerin Dianne ging zum Glück gut aus: „Plötzlich hörte ich eine Stimme: „Hallo, sind Sie gestürzt?“. Als ich das bestätigte, kamen sie sofort, um mir zu helfen. Zum Glück hatte ich nichts. Diese Lampe gibt mir ein sicheres Gefühl.“ Nobi Smart Lamps tragen also aktiv zum Kampf gegen lange Liegezeiten bei – heute und in Zukunft.



Mehr wissen? Nehmen Sie hier Kontakt.


Kontakt aufnehmen 



Stichwörter